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Bad Nenndorf: Süntelbuchenallee in Gefahr

Viele Bäume zeigen bereits massive Schäden

 

Süntelbuchenallee, Bad Nenndorf
Süntelbuchenallee im Kurpark von Bad Nenndorf. Foto: Tortuosa, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0


(30.8.2019) Die Süntelbuchenallee ist ein Wahrzeichen der Stadt Bad Nenndorf im Landkreis Schaum-

burg in Niedersachsen. Sie befindet sich im historischen Kurpark der Stadt und gilt als einzigartig in Deutschland. Die Allee besteht aus etwa 100 Süntelbuchen und ist ca. einen halben Kilometer lang.


Anfang des 20. Jahrhunderts begann der Brunnengärtner und Dendrologe Carl Thon (1867–1955), aus Bucheckern der sogenannten →Tilly-Buche, die bis 1994 am Nordostrand des Süntels unweit von Bad Nenndorf stand, Sämlinge zu ziehen. Mit rund 30 jungen Bäumen pflanzte er um 1930 den Grundstock für die Allee. Durch Wurzelaustriebe und Absenker wuchs die Anzahl der Süntelbuchen. Zusätzliche Anpflanzungen neuer Exemplare führten zu einem Bestand von annähernd 100 Süntelbuchen. Der Bestand entwickelte sich später durch Pilzbefall wieder rückläufig.


Umfangreiche Maßnahmen zur Renaturierung der Süntelbuchenallee wurden 2013 durchgeführt. Unter der Auf-

sicht von Baumsachverständigen sowie in Abstimmung mit den Denkmalschutzbehörden wurden verschiedene Bäume rund um die Allee gefällt. Auch einige abgestorbene Süntelbuchen wurden entnommen, um jüngeren Exemplaren genügend Freiraum zum Wachsen zur Verfügung zu stellen.

 

Süntelbuchenalle, Kurpark Bad Nenndorf
Süntelbuchenallee im Kurpark von Bad Nenndorf im Mai 2015. Foto: Arieswings, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 Süntelbuchenallee in Bad Nenndorf im Herbst 2004. Foto: Tortuosa, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0


Weil weltweit einzigartig, hat die Süntelbuchenallee durchaus ein Alleinstellungsmerkmal. Werbemaßnahmen der Stadt Bad Nenndorf führten zu stetig steigenden Besucherzahlen. Diese wirkten sich leider negativ auf die Allee aus. Die → Schaumburger Nachrichten wiesen schon im November letzten Jahres auf Besucher hin, die auf die Bäume kletterten oder sich durch das Geäst hangelten. Weiter wird in dem Beitrag von zahlreichen Spuren von Vandalismus, wie eingeritzten Stämmen, abgesägten oder verkohlten Ästen berichtet.

 

Zahlreiche Spuren von Vandalismus

 

In den vergangenen Jahren waren schon einige Bäume durch Vandalismus beschädigt worden. So im März und April 2015, dabei wurden mindestens zwei Jungbäume zerstört. Vor wenigen Wochen, im Juni dieses Jahres, wurde wieder Vandalismus in der Süntelbuchenallee festgestellt. Insgesamt wurden drei junge Bäume beschädigt. Anzeichen deuten darauf hin, dass dies mit Vorsatz geschah.


Als kurzfristige Notlösung ist zum Schutz der Wurzeln Besuchern das Betreten bestimmter Bereiche untersagt. Auch das Klettern auf Bäume ist verboten. Zwei große Hinweistafeln an den beiden Zugängen weisen auf den Status und dem bedenklichen Zustand der Allee hin.
Ein umfassenderes Konzept zum Schutz der Buchen soll noch erarbeitet werden. Aktuell wartet die Stadt auf eine Zusage für das Förderprogramm → Zukunft Stadtgrün.
(kes)


Quellen:
Schaumburger Nachrichten
Wikipedia



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